MEINUNG . NACHRICHTEN, Samstag, 18. August 2007 , Stuttgarter Nachrichten, Nr. 190
Vorbild Stuttgartvon Jürgen Offenbach
Einigen Leuten ist das fast
zu viel – diese immer häufigere
Lobpreisung Stuttgarts
als Stadt der Superlative. Die
reichste Großstadt der Republik.
Und die mit der geringsten
Arbeitslosigkeit. Und die
mit dem Jahrhundertprojekt
Stuttgart 21, das bald zur
größten Baustelle Deutschlands
wird. Auch dass hier
Kinderfreundlichkeit, Fleiß und Sauberkeit
am größten seien, wird behauptet.
Kürzlich hat sogar Bundeskanzlerin
Merkel noch einen obendrauf gesetzt,
indem sie Wolfgang Schuster als deutschen
Vorzeige-OB ins Kanzleramt lud.
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MEINUNG . NACHRICHTEN, Samstag, 2. Juni 2007 , Stuttgarter Nachrichten, Nr. 125
Merkel, so grünvon Jürgen Offenbach
Allmählich nimmt das Bild
der Kanzlerin eine andere
Farbe an. Weniger schwarz.
Und immer mehr grün. Ein
Thema schiebt sich bei ihr in
den Vordergrund: der Klimawandel
– und was politisch
dagegen zu tun sei. Das war
so beim EU-Gipfel in Brüssel
im März dieses Jahres. Beim
G-8-Gipfel in Heiligendamm
wird es noch spektakulärer. Merkel, so
grün. Warum bloß?
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MEINUNG . NACHRICHTEN, Samstag, 21. April 2007 , Stuttgarter Nachrichten, Nummer 92
Oettingers Canossavon Jürgen Offenbach
Unzählige Male dürfte dieser
Satz gefallen sein:
„Das wäre Teufel nicht passiert.“
Der Satz stimmt, hilft
aber nicht weiter. Wer aber
kann dem gedemütigten
baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Günther
Oettinger nach seinem
Canossagang helfen? Nur er
selbst! Denn so, wie Schiffbrüchige
nur ihr nacktes Leben retten
können, ging es für Oettinger nach seiner
unsäglichen Trauerrede auf Hans
Filbinger nur noch ums politische Überleben.
Seine Politiker-Karriere stand
um Haaresbreite vor dem Aus.
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MEINUNG . NACHRICHTEN, Samstag, 17. Februar 2007 , Stuttgarter Nachrichten, Nummer 40
Auto im Widerspruchvon Jürgen Offenbach
So war es vor fast 25 Jahren
bei der Katalysator-
Debatte und vor kurzem bei
der Diskussion über den
Dieselrußfilter: Das Auto,
dem man hier zu Lande in
Hassliebe verbunden ist,
stand jedes Mal am Pranger.
Jetzt ist es wieder so in der
hochgeschwappten Debatte
über zu hohen Spritverbrauch
und Schadstoffausstoß. Eine Debatte
der Widersprüche. Sie gehört zur
Sorte der deutschen Aufregungszyklen.
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